CSR-Forum legt Vorschläge für Nationalen Aktionsplan zur Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen vor

Das Nationale CSR-Forum hat in Berlin seinen Empfehlungsbericht an Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, übergeben. Darin empfiehlt das Forum der Bundesregierung, einen Nationalen Aktionsplan CSR zu erstellen und legt dazu konkrete Vorschläge vor.

Das Spektrum der Vorschläge umfasst sowohl die Stärkung der Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit von Corporate Social Responsibility (CSR), die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die Einbeziehung von CSR in Bildung und Forschung, mögliche Beiträge zur Bewältigung von Herausforderungen wie dem demografischen Wandel wie auch Vorschläge zu CSR in der internationalen Zusammenarbeit.

Bundesministerin Ursula von der Leyen sagte:

"Ich bin beeindruckt davon, wie viele Unternehmen sich schon heute freiwillig und über das gesetzlich Geforderte hinaus engagieren - für ihre Angestellten, für energieeffizientes Wirtschaften oder das Wohl der Kommunen, in denen sie tätig sind. Eine bundesweite CSR-Strategie wird einen Schub für dieses wichtige Engagement auslösen. Ich finde, die vielen guten Ideen und Ansätze sollen Schule machen. Der Bericht des CSR-Forums bietet wertvolle Empfehlungen für die Nationale CSR-Strategie, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen mit den anderen Ressorts jetzt erarbeiten wird und die wir im Herbst als Aktionsplan im Bundeskabinett verabschieden wollen. Ich bin sicher: Wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele zahlen sich aus, sie gehören zusammen und alle haben einen Vorteil davon. Und genau darin liegen Reiz und Stärke von CSR."

Das CSR-Forum, dem 44 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaft angehören, berät das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seit Anfang 2009 bei der Entwicklung einer Nationalen CSR-Strategie.

"Wer die großen ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen will, muss gemeinsam Lösungen suchen und gemeinsam handeln", ist das Credo des Empfehlungsberichts. Das CSR-Forum fordert ein intensiviertes Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.

Bei der Übergabe des Berichtes an Bundesministerin von der Leyen betonten die Vorsitzenden der sechs Arbeitsgruppen des CSR-Forums, es sei Aufgabe der Politik, im gesellschaftlichen Dialog klare Ziele zu formulieren und die Grundlagen dafür zu schaffen, dass sich verantwortungsvolles Verhalten im Sinne von CSR für Unternehmen und Gesellschaft lohnt: "Wenn alle ihrer Verantwortung gerecht werden, dann lassen sich wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele zum gegenseitigen Vorteil verbinden."

Auch wegen der Vielfalt der im CSR-Forum vertretenen Interessen, ist der gemeinsame Empfehlungsbericht ein wichtiger Fortschritt für die CSR-Politik in Deutschland. Erstmalig wurde ein "Gemeinsames Verständnis" von CSR als Basis der Verständigung niedergelegt, auf dem die Empfehlungen des Forums für konkrete Ziele und Maßnahmen aufbauen.

Die Arbeitsgruppenvorsitzenden des CSR-Forums sind:

  • Gerd Billen (Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband)
  • Dr. Achim Dercks (stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages)
  • Birgit Riess (Director des Programms Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen der Bertelsmann Stiftung)
  • Jörg Hartmann (Leiter des Focal Points des Deutschen Global Compact Netzwerkes)
  • Michael Vassiliadis (Vorsitzender der IG BCE)
  • Prof. Dr. Josef Wieland (wissenschaftlicher Direktor des Konstanz Instituts für WerteManagement).



Die Kampagne "Verantwortliche Unternehmensführung"
wird gefördert durch die Europäische Komission.